PRO LÄNGHOLZ
GLOSSAR
Auf dieser Seite finden Sie einige einfache Definitionen, die Ihnen helfen, sich im Fachvokabular der Forstwirtschaft zurechtzufinden. Sie finden auch Links, die es Ihnen ermöglichen, das Thema zu vertiefen.
Kahlschlag
Ein Kahlschlag besteht in der vollständigen Entfernung aller Bäume auf einer bestimmten Fläche. Kahlschläge sind in der Schweiz verboten, es sei denn, es liegt eine Ausnahmegenehmigung vor.
ABER… Es gibt derzeit keine Definition des Kahlschlags in Bezug auf die Fläche…
Es ist also verboten, aber nicht klar definiert…
Mosaik-Hieb
Bei Mosaik-Hieben wird eine diskontinuierliche Verjüngung durch kleine Lichtungen praktiziert. Die Lichtungen dürfen eine Fläche von 0,5 Hektar nicht überschreiten.
Allerdings ist das Fällen von 0,5 ha auf einmal (wie es im Längholz bei den Ringen der Fall war) keine übliche Praxis und stellt die extremste Form des Einschlags dar, die als Mosaik-Hieb bezeichnet werden kann.
Die anfängliche Lichtung ist in der Regel kleiner und wird in einem zweiten Schritt nach etwa zehn Jahren auf ihre endgültige Größe von maximal 0,5 ha erweitert.
Wenn die Erstnutzung bereits 0,5 Ha beträgt, kann sie danach nicht mehr erweitert werden.
Auszeichnen und Bedeutung der Markierungen an Bäumen
Vorgang, bei dem die zum Fällen bestimmten Bäume markiert werden.
Ihre Umsetzung ist eine Synthese ökologischer, ökonomischer, ästhetischer… Elemente, angewendet auf den jeweiligen Standort.
Hier finden Sie inspirierende Zitate von Fachleuten über die Bedeutung eines guten Auszeichnens.
Die primäre Funktion eines Waldes definieren
Ein Wald erfüllt ständig verschiedene Funktionen. Sein Standort sowie andere Parameter ermöglichen es jedoch, eine vorrangige Funktion festzulegen.
Der Längholzwald gilt derzeit als Produktions- und Erholungswald. Das eine schließt das andere nicht unbedingt aus, aber aufgrund seiner Nähe zur Stadt und seiner Nutzung fordern wir, dass die soziale Funktion Vorrang vor der Holzproduktion hat.
Diese soziale Funktion des Längholzwalds muss bei der Planung von Hieben berücksichtigt werden, und forstwirtschaftliche Eingriffe müssen angepasst werden.
„Die Funktionen eines Waldes hängen von seinem Standort und dem vorrangigen Ziel ab, das er erfüllen soll. Er wird entsprechend bewirtschaftet: […] befindet er sich in der Nähe von Wohngebieten, wird er hauptsächlich als Erholungs- und Freizeitort genutzt.“
Kanton Bern, Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion
FAQ zu Holzschlägen (2023)
Link zur interaktiven Karte des regionalen Waldentwicklungsplans.
Lichtbaumarten
Um sich entwickeln zu können, haben nicht alle Bäume die gleichen Lichtbedürfnisse. Einige Arten wie die Buche wachsen gut im Schatten, während andere wie die Eichen mehr Licht benötigen.
Eine Baumart wird als heliophil (lichtbedürftig) bezeichnet, wenn sie viel Licht für ihre Entwicklung benötigt. In diesem Fall ist es notwendig, eine Lichtung zu schaffen, um eine effektive Verjüngung zu ermöglichen.
Link zum Schweizer Artikel Verjüngung von Lichtbaumarten: Welche Lichtungsgröße?
Ein weiterer interessanter Artikel Die natürliche Verjüngung von Buchen-Eichenwäldern im Licht: experimenteller Ansatz im Ardennenwald.
Rückegasse
Der Begriff „Rückegasse“ bezeichnet einen unbefestigten Forstweg, der für den Transport von gefällten Bäumen (Rücken) durch Maschinen oder Pferde vom Fällort zum Aufbereitungs- und Ladeort dient.
Rückegassen (grün dargestellt) im Längholzwald.
Plan des kantonalen Forstbetriebs.
